BineBoost

Ratgeber · Buchungsregeln

Anzahlung & Stornobedingungen für deine Ferienwohnung: faire Regeln, die dich schützen

Aktualisiert am 12. Juli 2026 · Lesezeit ca. 6 Minuten

Ohne Anzahlung buchen Gäste schnell — und stornieren genauso schnell. Mit zu strengen Regeln buchen sie gar nicht erst. Die Kunst liegt dazwischen: Regeln, die dich vor Ausfällen schützen, ohne buchungswillige Gäste abzuschrecken. Hier sind die Praxiswerte, die sich bei Direktbuchungen bewährt haben — und wie du sie so kommunizierst, dass es keine Diskussionen gibt.

Die Anzahlung: wie viel, wann, worauf?

Höhe: Üblich sind 20 bis 30 Prozent des Buchungswerts. Darunter tut eine Stornierung dem Gast nicht weh, darüber fühlt es sich nach Risiko an. 30 Prozent ist im Alpenraum der verbreitetste Wert.

Frist: Die Anzahlung sollte innerhalb von 5 bis 7 Tagen nach der Buchung eingehen — erst dann ist die Buchung fix. Das schützt dich vor „Parkern", die drei Unterkünfte gleichzeitig reservieren. Die Restzahlung machst du wahlweise vor Anreise (z. B. 14 Tage vorher) oder bei Ankunft fällig.

Berechnungsbasis — das unterschätzte Detail: 30 Prozent wovon? Nur vom Übernachtungspreis? Inklusive Endreinigung? Inklusive Ortstaxe? Es gibt kein Richtig oder Falsch — aber deine Buchungsstrecke, deine Bestätigungs-Mail und deine Rechnung müssen dieselbe Antwort geben. Typisch: Anzahlung auf Übernachtung + Gebühren, aber ohne Ortstaxe (die ist ein durchlaufender Posten) und ohne Haustier-Pauschale.

Die Stornostaffel: ein bewährtes Muster

Eine Staffel ist fairer als „Anzahlung weg, Punkt" — und sie ist für Gäste sofort verständlich, wenn sie vor der Buchung sichtbar ist:

StornierungStornogebühr
bis 31 Tage vor Anreisekostenlos
30 bis 7 Tage vor Anreise70 % des Buchungswerts
ab 6 Tage vor Anreise90 % des Buchungswerts
Nichtanreise (No-Show)95 % des Buchungswerts

Die genauen Schwellen kannst du an deine Saison anpassen (in der Hochsaison längere Fristen, weil Ersatzgäste schwerer zu finden sind). Wichtiger als die exakten Prozente ist die Transparenz: Wer die Staffel beim Buchen gesehen und akzeptiert hat, diskutiert später nicht.

Der Kulanz-Trick, der Bewertungen rettet: Formal kassierst du laut Staffel — aber wenn du den Zeitraum weitervermieten kannst, erstattest du freiwillig (abzüglich einer kleinen Bearbeitungspauschale). Das kostet dich nichts, nimmt jeder Stornodiskussion den Wind aus den Segeln und verwandelt verärgerte Gäste in wiederkehrende. Genau so formulierst du es auch: „Bei Weitervermietung erstatten wir anteilig."

Rechtlich: drei Dinge, die sitzen müssen

  1. Vor der Buchung sichtbar: Stornobedingungen und Anzahlungsregeln sind Vertragsbestandteil — sie müssen dem Gast vor Abschluss der Buchung zugänglich sein, nicht erst in der Bestätigungs-Mail.
  2. Eindeutig formuliert: „70 % des Buchungswerts" statt „angemessene Gebühr". Unklare Klauseln gehen im Streitfall zu deinen Lasten.
  3. Konsistent überall: Website, Buchungsstrecke, Bestätigung und Rechnung müssen dieselben Regeln nennen. Widersprüche kosten dich im Zweifel die ganze Klausel.

Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung — lass deine endgültigen Bedingungen einmal prüfen, besonders wenn du auch an Verbraucher außerhalb Österreichs vermietest.

Checkliste: Kann dein Buchungstool das abbilden?

Deine Regeln, exakt abgebildet

In BineBoost stellst du Anzahlung (Prozent + Berechnungsbasis per Häkchen), Stornostaffel und Zahlungsfrist frei ein — Gäste sehen alles transparent vor der Buchung, und die Buchung landet mit korrekter Aufstellung direkt in deinem Smoobu.

7 Tage kostenlos testen   Live-Demo ansehen

Keine Kreditkarte nötig — die Testphase endet automatisch.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.